Gemeinsam Gesundheit im Betrieb fördern

Netzwerktreffen „Betriebliches Gesundheitsmanagement Rhein-Neckar“ bei der Volksbank Franken in Buchen

Demografischer Wandel, alternde Belegschaft und zunehmender Fachkräftemangel – dies sind längst keine Fremdwörter mehr für die Unternehmen und Institutionen in der Metropolregion Rhein-Neckar. Immer mehr Arbeitgeber erkennen, vor welchen Herausforderungen sie angesichts der aktuellen Entwicklungen stehen. Die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewinnen zunehmend an Bedeutung für den Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens.

Ein wesentliches Instrument, um die Belegschaft fit zu halten und attraktiv für Fachkräfte zu sein, ist ein betriebliches Gesundheitsmanagement. Doch angesichts der Fülle an Informationen und Angeboten zu diesem Thema fühlen sich vor allem kleine und mittelständische Unternehmen und Institutionen oft überfordert und finden keinen Einstieg in die Gesundheitsförderung.

Aus diesem Grund hat ein Kreis aus Vertretern von Groß- und Kleinunternehmen, Kommunen, Kammern, Verbänden und wissenschaftlichen Einrichtungen das Netzwerk „Betriebliches Gesundheitsmanagement Rhein-Neckar“ gegründet. Zentrales Ziel ist es, den Arbeitgebern in der Region einen niedrigschwelligen Einstieg in die Thematik und einen Austausch zu Fragen der Umsetzung zu ermöglichen.

Netzwerktreffen erstmalig im Neckar-Odenwald-Kreis

Nach einem erfolgreichen Auftakt des Netzwerks im Dezember 2013 bei der IHK Rhein-Neckar in Mannheim fand am 15. Juli 2014 in Buchen bereits das dritte Treffen statt. Gastgeber war diesmal die Volksbank Franken.

Nachdem Bankdirektor Reiner Link die etwa 60 Teilnehmer aus den unterschiedlichen Teilen der Rhein-Neckar-Region begrüßt hatte, berichtete Karin Fleischer, Generalbevollmächtigte der Volksbank Franken, über die Erfahrungen und vielen unterschiedlichen Aktivitäten, die das Unternehmen in den fünf Jahren seit Einführung des betrieblichen Gesundheitsmanagements bereits durchgeführt hat. Stefan Gramlich, Leiter Personal bei der Kuhn GmbH in Höpfingen, gab einen Einblick in die Möglichkeiten eines Unternehmens aus dem Maschinen- und Anlagenbau, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu fördern. Wie dies auch in einem Kleinstunternehmen funktionieren kann, zeigte Wolfdieter Hieke, Inhaber des Betriebs Zerspanungswerkzeuge in Buchen. Die Präsentationen zu den Praxisbeispielen sind zu finden unter: www.m-r-n.com/bgm.

Herr Stefan Gramlich, Leiter Personal bei der Kuhn GmbH in Höpfingen
Herr Stefan Gramlich, Leiter Personal bei der Kuhn GmbH in Höpfingen

Foto von Herrn Stefan Gramlich, Leiter Personal bei der Kuhn GmbH in Höpfingen.

 

Workshops zum Austausch über konkrete Fragestellungen

Im Anschluss an die Vorträge hatten die Teilnehmer Gelegenheit, sich in Workshops gezielt zu verschiedenen Fragestellungen auszustauschen. Die Themen waren „Erste Schritte ins betriebliche Gesundheitsmanagement“, moderiert von David Wiechmann vom Curt-Häfner-Institut für Betriebliches Gesundheitsmanagement; „Beteiligung und Motivation von Mitarbeitern“ mit Sascha Bembennek von der BASF sowie „Betriebliches Gesundheitsmanagement – von Einzellösungen zum Gesamtkonzept“  unter Leitung von Mario Holderbach, Intervention Programm Gesundheitsförderung.

Abschließend gaben Dr. Markus Gomer (BASF), Mit-Initiator des Netzwerks, und Moderator Nikolaus Teves (Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald) einen Einblick in die Ziele und nächsten Schritte. Dr. Gomer betonte, dass das Netzwerk von der aktiven Mitarbeit der Mitglieder lebe und rief die Teilnehmer auf, ihr Know-how und ihre Erfahrungen in das Netzwerk einzubringen.

Die Zwischenbilanz nach einem halben Jahr Netzwerkarbeit sieht vielversprechend aus: Inzwischen haben sich fast 400 Betriebe, Kommunen und Institutionen in das Netzwerk aufnehmen lassen. Die drei Veranstaltungen in Mannheim, Landau und Buchen verzeichneten insgesamt rund 250 Teilnehmer. Es zeigt sich, dass das Interesse am Thema wächst und das Netzwerk eine geeignete Plattform bietet, sich der betrieblichen Gesundheitsförderung zu nähern. Das nächste Treffen ist für Ende November geplant.

 

Ansprechpartnerin:

Metropolregion Rhein-Neckar GmbH
Anika Dornieden
0621 10708-108
anika.dornieden@m-r-n.com

www.m-r-n.com/bgm