Hainstadt. Jedes Frühjahr bringen Rehgeißen ihre Kitze bevorzugt in hohen Wiesen zur Welt. Dort sind die Jungtiere gut vor Fressfeinden geschützt. Gleichzeitig beginnt jedoch die Zeit der Wiesenmahd. Da sich Rehkitze bei Gefahr instinktiv regungslos im Gras ducken, werden sie von den Landwirten oft nicht erkannt und geraten beim Mähen in Lebensgefahr.
Um dieses Tierleid zu verhindern, startete der Verein Rehkitzrettung Buchen e.V. auf der Crowdfunding-Plattform „Viele schaffen mehr“ das Projekt „Drohnentechnik“. Ziel war die Anschaffung einer Drohne mit Wärmebildkamera, mit deren Hilfe die Tiere in den frühen Morgenstunden vor der Mahd aufgespürt werden können. Gemeinsam mit Landwirten und Jägern werden die Rehkitze anschließend behutsam in Sicherheit gebracht und nach der Mahd wieder freigelassen.
Die Crowdfunding-Aktion war ein voller Erfolg: Insgesamt kamen 3.165 Euro zusammen. Damit wurde das angestrebte Spendenziel von 3.000 Euro mit 105 Prozent sogar übertroffen.
Wie wertvoll diese Unterstützung ist, zeigt ein Blick auf die vergangene Saison: Das ehrenamtliche Team der Rehkitzrettung Buchen war bei 127 Einsätzen im Raum Buchen und Neckargerach unterwegs. Dabei wurden 2.068 Hektar landwirtschaftliche Flächen – das entspricht fast 3.000 Fußballfeldern – mit modernster Drohnentechnik abgesucht. Insgesamt konnten 155 Rehkitze vor dem Mähtod bewahrt werden. Dieser Erfolg ist nur durch das engagierte Zusammenspiel von Ehrenamtlichen, Landwirten, Jägern und moderner Technik möglich.
Die Spendengelder tragen dazu bei, die technische Ausstattung des Vereins weiter auszubauen und so auch künftig einen wichtigen Beitrag zum Schutz heimischer Wildtiere zu leisten.
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